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Technik
Hauptsache effizient
Händler freuen sich über technische Innovationen, vor allem, wenn sie dadurch Energie sparen, Kosten senken und die Umwelt schonen. Darüber hinaus kann der Handel z.B. neue Technologien rund um das Smartphone für die Kundenbindung nutzen. Ein Blick in die Moderne.
Text: Hedda Thielking,
26. August 2011
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Zahlen mit EC-Karte, Rabattmarken auf Papier, handgeschriebene Tafeln in den Bedientheken und Kühlsysteme mit hohem Energieverbrauch – sind diese Dinge bald Vergangenheit? Schaut man sich die modernen Technologien an, die in viele Bereiche des LEH vorpreschen, könnte man hier und da tatsächlich ins Grübeln kommen.Der hohe Energieverbrauch der Kühlmöbel sollte aber tatsächlich bald in die Geschichtsbücher eingehen. Hier tut sich nämlich zurzeit einiges. Kühlmöbel verursachen mit einem Energiekostenanteil von mehr als 50 Prozent die höchsten Energiekosten im Laden. Es besteht aber ein hohes Einsparungspotenzial, denn moderne Anlagen verbrauchen 20 bis 40 Prozent weniger Strom. Daher investiert der Handel vor allem in energetisch verbesserte Kühlmöbel und Kälteanlagen. Auch deshalb, weil vom 1. Januar 2015 an das Kältemittel R22 in Kälteanlagen generell verboten ist. Es ist aus ökologischer Sicht nicht mehr vertretbar, weil es zum Abbau der Ozonschicht führt.
Natürliche Kältemittel
Wer also noch Kälteanlagen mit R22 betreibt, muss auf ein anderes Kältemittel umrüsten oder eine neue Anlage anschaffen. Viele neue Technologien in der Kühl- und Tiefkühlbranche basieren auf dem Einsatz natürlicher Kältemittel, wie CO2, Propan oder Ammoniak. Im Fokus steht vor allem das CO2. Ökologisch gesehen soll es ein nahezu ideales Kältemittel sein: Es hat eine hohe Kälteleistung, ist weder giftig noch brennbar, chemisch inaktiv und schädigt die Ozonschicht nicht. Dazu ist es noch preiswert, weil es ein natürlich vorkommender Stoff ist. Allerdings verlangen CO2-Anlagen für die Kreisprozesse hohe Drücke, was wiederum spezielle Anforderungen an Verdichter und Wärmeüberträger stellt. Da bei Tiefkühlgeräten ein relativ geringer Betriebsdruck erforderlich ist, eignet sich hierfür CO2 sehr gut. Bei der Pluskühlung hat CO2 den Nachteil, dass bei höheren Umgebungstemperaturen (vor allem im Sommer) ein deutlich höherer Betriebsdruck nötig ist. Da durch sind diese Kälteanlagen nicht mehr so effizient, und ihr Energieverbrauch steigt. Je nach Standort und Umgebungstemperatur können aber auch CO2-Kälteanlagen für die Tief- und Pluskühlung sinnvoll sein. Eine andere Möglichkeit stellt z.B. eine Kaskadenanlage mit den Kältemitteln CO2 für die Tief- und R134a (Tetrafluorethan) für die Pluskühlung dar.Worauf Sie bei der Neuanschaffung von Kühlmöbel achten sollten
- Die Datenblätter der Kühlmöbel geben Aufschluss über die effektive Verdampfungstemperatur und die Leistungsaufnahme der Geräte.
- Bedarfsgesteuerte Abtauung: Bei jedem Abtauvorgang wird Wärme ins Gerät eingebracht, die nachher wieder weggekühlt werden muss.
- Wählen Sie Rahmenheizungen mit Taupunktregelung: Eine Taupunktregelung senkt die Heizleistung entsprechend ab.
- Doppelter Kaltluftschleier: Wählen Sie für Fleischprodukte Kühlregale mit optimierten zweifachen Kaltluftschleiern aus, der Kältebedarf kann so um bis zu 40 Prozent reduziert werden.
- Glasabdeckungen: Verwenden Sie möglichst Tiefkühltruhen und Wandregale mit Glasabdeckungen. Die Einsparungen über das Jahr betragen bis zu 50 Prozent.
- Intelligente Regler reduzieren in Kühlmöbeln bei heruntergelassenen Rollos oder aufgelegten Abdeckungen entsprechend die Kälteleistung.
- Vermeiden Sie übermäßige Beleuchtungen in den Kühlmöbeln. Beleuchtungseinrichtungen sollten möglichst außerhalb der Kühlzonen angebracht sein, da sonst die gesamte Abwärme der Beleuchtungsanlage „weggekühlt“ werden muss. Als Minimum sollte energiesparende Beleuchtungstechnik wie LED-Lichttechnik eingesetzt werden und die Vorschaltgeräte außerhalb der Kühlzonen montiert werden.
- Achten Sie auf den Aufstellort des Verflüssigers: Wichtig ist eine möglichst geringere Umgebungstemperatur und eine staubfreie Umgebung.
Clever kühlen
Bei der Pluskühlung ist ein deutlicher Trend zu Geräten mit Türen zu erkennen. Hier lassen sich mit einfach verglasten Geräten bis zu 25 Prozent und bei Doppelverglasung bis zu 50 Prozent Energie einsparen. Hinzu kommt, dass die Kühltemperatur in diesen Kühlmöbel konstant bleibt, sodass die Produktqualität und Frische optimal erhalten bleiben. Der Einsatz von steckerfertigen Geräten z.B. für Impulsinseln solle sich laut Bayerischem Landesamt für Umwelt auf kurzfristige Verkaufsaktionen beschränken, da die Abwärme in den Verkaufsraum abgegeben wird. Hier muss eine gute Querbelüftung des Verkaufsraumes gewährleistet werden, da sonst unter Umständen eine Klimaanlage notwendig ist. Und die verursacht zusätzliche Investitions- und Energiekosten. In der „Fachmetzgerei der Zukunft“ des Real-Future-Store in Tönisvorst gibt es eine intelligente SB-Kühltruhe, die die Warenbewegungen im Kühlmöbel verfolgt. Sie kontrolliert den Warenbestand per Radiofre quenz-Identifikation (RFID) und benachrichtigt die Metzgereimitarbeiter, wenn Produkte zur Neige gehen. So kann die Truhe bedarfsgerecht bestückt werden, was geringere Abschriften zur Folge hat. Die Kühltruhe meldet außerdem, wenn sich das Ablaufdatum eines Artikels nähert. Mitarbeiter können die Ware dann gezielt entfernen.Lebensmittel im Licht
Rund ein Viertel des Stromverbrauchs im LEH fällt auf die Beleuchtung. Hier geht der Trend klar zur LED-Technologie. Vorteil der LED-Technik ist unter anderem, dass sie eine längere Lebensdauer hat und einen geringeren Energieverbrauch. LED-Lichttechnik arbeitet im Gegensatz zu klassischer Lichttechnik wärme- und UV-strahlungsfrei, sodass die Lebensmittel nicht an Frische und Qualität einbüßen müssen. Design-Leuchten mit der LED-Food-Light- Lichttechnik setzen Frischprodukte gekonnt in Szene. Die Lichtfarben sind so auf die entsprechenden frischen Lebensmittel abgestimmt, dass ihre Farbe und Frische sehr gut zur Geltung kommen.










