Mittwoch, 23. Mai 2012
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Spirituosen aus Obst haben eine lange Tradition in Deutschland und stellen für Obstbauern eine wichtige Einnahmequelle dar.
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Nach dem Gärprozess erfolgt die Destillation heute hauptsächlich auf kupfernen Brennblasen, die per Dampf erhitzt werden.
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Manche Sorten werden, je nach gewünschtem Ausbau, in Fässern gelagert, zumeist Esche, da sie kein Geschmack und Aroma abgibt.
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Die Erfahrung des Brennmeisters spielt bei der Destillation eine wichtige Rolle.
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Konsumiert werden sollten Obstbrände übrigens stets bei Zimmertemperatur in einem entsprechenden Digestif-Glas.
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Die Lagerung kann auch in Edelstahltanks erfolgen.
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Die regelmäßige Kontrolle der Qualität ist bei einem Obstbrand genau so wichtig ...
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wie eine individuelle und hochwertige Markenbildung.
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Die Birne spielt eine zentrale Rolle bei der Obstler-Produktion. Besonders wichtig ist die Sorte Williams Christ, aus der der Brand „Williams“ gemacht wird.
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Kirschen dienen als Rohstoffe für das bekannte „Schwarzwälder Kirschwasser“. Aber auch für andere Sorten werden Süß- und Sauerkirschen vergoren.
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Zwetschgenwasser ist in Deutschland vor allem im Allgäu und in Baden-Württemberg zu finden. Aber auch in Serbien, Kroatien und Slowenien werden ähnliche Brände gemacht.
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Genau wie Birnen können auch Äpfel für die Grundlage eines Obstlers verwendet werden. Das Destillat muss dabei mindestens 37 Prozent Vol. haben.
Seele der Frucht

Obstbrände

Spirituosen aus Obst haben eine lange Tradition in Deutschland und starke regionale Verankerung. Diese Warenkunde erklärt, was man als Händler über Obstbrände wissen sollte, denn das Segment ist erklärungsbedürftig.
Text: Tobias Dünnebacke, 04. November 2011
Viele Spirituosen assoziiert der Verbraucher mit einer bestimmten Herkunft und den dazugehörigen Bildern. Beim Bourbon beispielsweise könnten einem die weiten Mais-Felder in Kentucky in den Sinn kommen. Bei Wodka (slawisch „voda“ = Wasser) denken die meisten Menschen wahrscheinlich an Russland, und Tequila verspricht auch europäischen Konsumenten einen Hauch von mexikanischem Lebensstil. Wenn es aber so etwas wie eine „deutsche Spirituose“ gibt, dann ist das Obstbrand.

Lange Tradition
Die Wiege dieser Spirituose liegt im alemannischen Raum, wo das große Angebot an Kirschen, Zwetschgen und anderem Steinobst sowie Äpfeln und Birnen in der Rheingegend und an den Ausläufern des Schwarzwaldes die Obstbauern auf den Gedanken brachten, diese Rohstoffe auch zu alkoholischen Getränken zu verarbeiten. Heute findet sich eine Vielzahl von Brennereien im südwestdeutschen Raum. Aber auch in Elsass und Lothringen, der Schweiz, Österreich, Südtirol und Ungarn gibt es Obstbrennereien. Für die Bauern stellt dieser Wirtschaftszweig eine wichtige Einnahmequelle dar.

Genaue Regelung
Wie so vieles ist mittlerweile auch die Obstbrand-Zusammensetzung und -herstellung von der EU genauestens definiert. So heißt es in der Spirituosenverordnung: „Obstbrand ist eine Spirituose, die ausschließlich durch alkoholische Gärung und Destillation einer frischen fleischigen Frucht oder des frischen Mosts dieser Frucht — mit oder ohne Steine — oder von Beeren oder Gemüse gewonnen wird.“ Außerdem darf die Spirituose nur zu weniger als 86 Prozent Vol. destilliert werden, damit Aroma und Geschmack der Ausgangsstoffe bewahrt bleiben. Zu wichtigen Obstsorten bei der Herstellung zählen Äpfel, Birnen, Zwetschgen und Kirschen. Aber auch Aprikosen, Maulbeeren und Quitten kommen bei der Herstellung einiger Varianten zum Einsatz.


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