Die meisten Abfälle (rund 6,7 Mio. t) entstehen in Privathaushalten (61 Prozent), gefolgt von Großverbrauchern wie Gaststätten oder Kantinen sowie der Industrie (jeweils rund 17 Prozent). 65 Prozent der 81,6 kg, die ein Deutscher im Schnitt pro Jahr entsorgt, könnten der Studie zufolge vermieden werden. Das würde auch Kosten sparen: Der Wert der vermeidbaren Lebensmittelabfälle wird pro Kopf auf jährlich 235 Euro geschätzt. Auf Deutschland hochgerechnet sind es bis zu 21,6 Mrd. Euro pro Jahr. Am häufigsten auf dem Müll landen Gemüse und Obst – sie machen 44 Prozent aller vermeidbaren Lebensmittelabfälle in Privathaushalten aus.
„Jeder von uns kann seinen Beitrag leisten, die Verschwendung wertvoller Ressourcen zu stoppen. Es ist Zeit für einen Bewusstseinswandel – und für mehr Wertschätzung für unsere Lebensmittel", sagte Aigner in Berlin. Deshalb startet ihr Ministerium Ende März eine Informationskampagne für Verbraucher mit dem Titel „Zu gut für die Tonne". „Wir wollen den Menschen nützliches Wissen und praktische Tipps vermitteln über den Umgang mit Lebensmitteln – vom Einkauf über die richtige Lagerung bis hin zur Verarbeitung in der Küche. Auf einer neuen Internet-Plattform werden alle Informationen gebündelt", erläuterte die Ministerin.
Gleichzeitig forderte sie den Handel auf, den Kunden mehr Informationen über den verantwortungsbewussten Umgang mit Lebensmitteln anzubieten. Zudem sollte geprüft werden, wie die Wegwerfraten reduziert werden können – sowohl im Handel selbst als auch bei den Verbrauchern. Ein erster Schritt: Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVL) startet am 19. März, unterstützt von Aigners Ministerium, eine deutschlandweite Aufklärungsaktion über das Mindesthaltbarkeitsdatum.
Lebensmittelverschwendung Aigner kämpft gegen Wegwerfkultur
Jährlich werden in Deutschland fast 11 Mio. t Lebensmittel weggeworfen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (Foto) am Dienstag vorstellte. Um dem entgegenzuwirken, ist eine Aufklärungskampagne geplant.
Bildquelle: Laurence Chaperon / BMELV
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